Erste, Zweite und Damen mit Niederlagen * Trotz guter Leistungen eine Punkte loses Wochenende * "Wembley Tor" im Duell gegen Waldbrunn *
So etwas möchte kein Verein erleben. Ein Wochenende, an dem die eigenen Teams keinen Treffer erzielen. Dem TSV 2012 jedoch passierte genau das am Samstag und Sonntag in insgesamt drei Spielen. Während die Damenmannschaft beim Spitzenteam FSV Hessenthal / Mespelbrunn mit 0 : 5 eine deutlich zu hohe Niederlage hinnehmen mußte, war die zweite Herrenmannschaft gegen A - Klasse Tabellenführer Partenstein kurz vor einem verdienten Punktgewinn, bekam jedoch in der Schlußphase noch drei Gegentreffer eingeschenkt. Das Kreisliga Team war im Spitzenspiel gegen Waldbrunn die bessere Elf, vergab jedoch zahlreiche Chancen und hatte schließlich noch Pech, daß einem (vermutlich) regulären Tor nach Wembley Art die Anerkennung verwehrt blieb. Damit blieb es für den TSV in drei Spielen bei null Toren und null Punkten.
Damen, Kreisliga: FSV Hessenthal / Mespelbrunn - TSV 2012 5 : 0 (2:0)
Herren, Kreisliga: TSV 2012 - SV Waldbrunn 0 : 1 (0:1)
Herren, A - Klasse: TSV 2012 II - TSV Partenstein 0 : 3 (0:0)
Nicht nur, daß alle drei Teams an diesem Wochenende torlos blieben. Auch daß sie alle jeweils gut mit ihren Gegnern mithielten, bzw sogar das bessere Team waren, verbindet die TSV Mannschaften in ihren Spielen vom Samstag und Sonntag.
So hatten die Mädels bei ihrem Auswärtsspiel in Hessenthal im ersten Abschnitt mehr Gelegenheiten vor des Gegners Tor als umgekehrt, doch während der TSV fünf Möglichkeiten nicht nutzen konnte, machte die Heimelf aus drei Chancen zwei Tore. Nicht nur was die Tormöglichkeiten angeht, sondern auch spielerisch war man mit dem Bezirksliga Absteiger auf Augenhöhe.
Im zweiten Durchgang gab es auf beiden Seiten jeweils vier klare Einschußchancen. Doch während der TSV weiterhin glücklos agierte, konnten die Gastgeberinnen 75% ihrer Möglichkeiten auch in Tore ummünzen.
Hessenthal / Mespelbrunn war spielerisch besser, der TSV hielt jedoch mit großem Kampfgeist dagegen und verkaufte sich auf der Hohen Wart so teuer wie möglich. Letztlich ein Sieg für das Heimteam, der um zwei bis drei Tore zu hoch ausfiel.
Das gleiche Fazit muß man auch beim A - Klasse Derby zwischen dem TSVNW II und dem TSV Partenstein ziehen.
Die Gäste waren als Tabellenführer angereist, während die Stenger Elf im hinteren Drittel der Tabelle rangiert. Doch auch wenn Partenstein ein leichtes optisches Übergewicht hatte, war der TSV 2012 stets auf der Höhe des Geschehens und machte dem Spitzenreiter das Leben so schwer wie möglich.
Partenstein setzte wie üblich auf die gefährlichen Distanzschüsse von Spielertrainer Steffen Aloe, doch Daniel Englert im Kasten der TSV Zweiten erwischte einen guten Tag und entschärfte die ein oder andere große Chance.
Auf der Gegenseite hatten auch die Hausherren ihre Möglichkeiten, doch meistens fehlten ein paar Zentimeter zum Torerfolg. Als man sich auf Seiten des Fusionsclubs schon mit einer Punkteteilung anzufreunden begann, schlug doch noch die Stunde der Gäste, die eine gute Viertelstunde vor Schluß zum Führungstreffer kamen und diesem schließlich noch zwei weitere Tore kurz vor Spielende folgen ließen.
Somit stand am Ende zwar kein unverdienter, letztlich aber doch glücklicher und zu hoch ausgefallener Sieg für die Gäste.
Glücklich war auch der Sieg des SV Waldbrunn im Spitzenspiel der Kreisliga. 1 : 0 hieß es am Ende für die Hörner Elf, die durch einen für sie typischen Tempo Gegenstoß nach einer halben Stunde zum Tor des Tages kam.
Nicht nur der gw12er Reporter, auch viele Zuschauer, fühlten sich an die Partie gegen Gemünden / Seifriedsburg vor wenigen Wochen erinnert. Ein ausgeglichenes Spiel der beiden Teams (TSV Abteilungsleiter Bernd Kunkel sprach von einem "echten Spitzenspiel") im ersten Durchgang und ein Spiel auf ein Tor, jenes der Gäste nämlich, in den zweiten 45 Minuten mit gefühlten 80% Ballbesitz für das Heimteam (und in diesem Bereich dürften die tatsächlichen Zahlen auch liegen).
Doch das Runde wollte partout nicht ins Eckige. Das heißt: Einmal doch. Einmal traf der TSV ins Tor. Pech nur, daß der Unparteiische es nicht ebenso sah wie die meisten der 210 Zuschauer in der Wiesthaler AubachtalArena.
Nach einem Eckball hatte TSV Verteidiger Marcel Karl den Ball per wuchtigen Kopfstoß unter die Querlatte und wohl auch hinter die Torlinie befördert. Jedenfalls wölbte sich das obere Tornetz des SVW Kastens deutlich nach oben aus. Das passiert nur, wenn der Ball hinter der Latte, ergo hinter der Torlinie, ist. Die TSV Spieler und ihre Anhänger feierten in der 74. Minute bereits den hochverdienten Ausgleich, der Schiedsrichter aber hatte die Situation, obgleich seitlich links im Sechzehner stehend, anders gesehen und entschied auf weiterspielen. Kein Tor. Kein 1 : 1. Kein Punkt.
Der ein oder andere Waldbrunner hatte die Kugel zwar hinter der Linie gesehen, doch keiner von ihnen teilte dies dem Referee mit. Somit blieb es beim 0 : 1. Einem 0 : 1 mit einem bitterem Beigeschmack.
Nun heißt es Kopf hoch und weitermachen. Noch ist die Messe nicht gesungen.
Fotos: Ralf Hartung
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Wie stellst du dir denn das mit dem Netz vor Rollie? Gleichzeitig an der Latte und am Netz hinter der Latte? Hat der liegend senkrecht nach oben geköpft?
AntwortenLöschendie Perspektive macht´s!
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