Montag, 30. Mai 2011

Der grünweiße 21er (29. Mai 2011)

TSV 1921   -   SV Waldbrunn   3 : 2 (0 : 2)

Himmel und Hölle zum Saisonende

TSV dreht 0 : 2 Rückstand + Mit Geiger die Wende eingeleitet + Wiesthal beendet die Saison auf Platz 9

Ball paradox am letzten Spieltag in Wiesthal: In der ersten Hälfte dominierte die Bender Truppe Spiel und Gegner, fing sich aber kurz vor der Halbzeit einen Doppelpack des SV Waldbrunn ein und ging mit einem 0 : 2 Rückstand in die Pause. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste das Ruder, stellten ihre Bemühungen allerdings etwas zu früh ein und somit schlug in den letzten fünfzehn Minuten die Stunde des TSV 1921 mit drei Toren, die der Mannschaft den achten Saisonsieg einbrachten.

Kaiserwetter am Sportgelände am Aubach, Freibier (wie jedes Jahr zum letzten Heimspiel) und erstmalig auch Freibowle (hauptsächlich für die weiblichen Fans). Es war angerichtet für einen würdigen Saisonabschluss. Auch das, was die Elf des Trainergespanns Bender / Schanbacher zumindest über weite Strecken der ersten 45 Minuten zeigte, passte zum insgesamt positiven Bild. Wäre da nicht das übliche Manko der Grünweißen in der Saison 2010 / 2011. Die mangelnde Chancenverwertung, oft genug auch hier im gw21er thematisiert. Dennoch war man auf Wiesthaler Seite guter Dinge, das fällige Tor war nur eine Frage der Zeit.

Doch dann ging der Schuss plötzlich nach hinten los. Die Gäste, die zunächst in keinster Weise an ihre starke Leistung aus dem Hinspiel am 14. November 2010 anknüpfen konnten, überrumpelten die TSV Abwehr innerhalb von zwei Minuten gleich zweimal. Zunächst schloss Mittelfeldrenner Andreas Hellert einen Angriff seines Teams mit einem platzierten Flachschuss zum 0 : 1 ab (43.). Damit nicht genug legte der SVW kurz darauf auch noch das 2 : 0 aus seiner Sicht nach. Sandro Stegmüller nutzte eine Unordnung in der TSV Defensive um die Führung auszubauen (45.).

Mit diesem gewaltigen Dämpfer ging es in die Pause. Wahrscheinlich setzte nun niemand mehr auch nur einen Pfifferling auf den TSV 1921. Und wie schon vor Wochenfrist in Leinach riss beim Heimteam auch diesmal der Faden. Waldbrunn war nun die bessere Mannschaft, auch die Hereinnahme von Johannes Hundt, der den TSV im Hinspiel vor viele, viele Rätsel stellte, trug dazu bei, dass Wiesthal zunehmend unsicherer wurde. Hundt war es auch, der TSV Keeper Sebastian Krautwald zum dritten Mal überlistete, allerdings nahm er dabei den Arm zu Hilfe, was Schiri Hauck aber gesehen hatte und dem vermeintlichen Treffer demzufolge die Anerkennung verweigerte.

Im Gefühl des sicheren Sieges und mit dem 2 : 0 Vorsprung im Rücken ließ bei den Gästen mit zunehmender Spieldauer die Konzentration mehr und mehr nach. Wiesthal nahm im zweiten Abschnitt einige personelle Veränderungen vor. So rückte der eingewechselte Alexander Geiger in seinem ersten und gleichzeitig letzten Spiel für die 1. Mannschaft des TSV 1921 (er wechselt zurück nach Frammersbach) auf die Liberoposition, während Thomas Friedel, der dort im ersten Durchgang gespielt hatte, seine Stammposition im Mittelfeld einnahm.

René Hartmann hatte zwischenzeitlich eine Verschnaufpause bekommen, kam aber in der Schlussphase der Begegnung wieder rein. Eine kluge Maßnahme von Bender, denn Hartmann avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner. Zunächst gelang ihm in der 76. Minute der Anschlusstreffer zum 1 : 2. Dieses Tor gab der Heimelf einen Schub, plötzlich spürten Mannschaft und Fans (toll die Unterstützung der Frauen und Mädels mit ihren grünen Puscheln) dass die Partie noch lange nicht verloren war.

Nun war es an Waldbrunn, den Faden zu verlieren. Unsicherheiten schlichen sich ein und auch das ein oder andere Foul fiel nun ruppiger aus als zuvor in der allerdings überwiegend fairen Partie. Als Julian Ehrlich in der 88. Minute nach Vorarbeit von Carmine Cerchia den Ball zum 2 : 2 Ausgleich über die Linie drückte, war der TSV endgültig obenauf. Nun sollte auch noch der Siegtreffer her und der fiel unter dem tosenden Jubel der Zuschauer auch prompt in der Schlussminute. Wiederum war es René Hartmann, der mit seinem Treffer zum 3 : 2 das unmöglich scheinende noch möglich machte und dem TSV 1921 somit seinen fünften Heimsieg und am Ende den einstelligen 9. Tabellenplatz bescherte. Damit war nach dem vorzeitigen Klassenerhalt auch das nächste Ziel erreicht, welches Rainer Bender für die beiden letzten Spiele noch ausgegeben hatte: Mission Platz 9 war geglückt.

Noch nie hat der gw21er einen „Man of the Match“ benannt. Doch diesmal machen wir eine Ausnahme und küren Alexander Geiger zu ebendiesem. Ohne ihn lag der TSV 1921 0 : 2 hinten, mit ihm gewann Wiesthal die zweite Halbzeit mit 3 : 0 und machte den Oldtimer Fan aus Frammersbach somit zum glücklichsten Mann auf dem Sportgelände am Aubach.

Tore: 0 : 1 Hellert (43.)   0 : 2 Stegmüller (45.)   1 : 2  René Hartmann (76.)   2 : 2 Julian Ehrlich (88.)   3 : 2 René Hartmann (90.)   Zuschauer: 100    SR: Andreas Hauck (FC Kleinwallstadt)

Sonntag, 29. Mai 2011

Der grünweiße 21er (22.Mai 2011)

FC Blau Weiß Leinach II   -   TSV 1921 I   3 : 2 (0 : 1)
TSV Sackenbach I   -   TSV 1921 II   7 : 2 (4 : 0)   

Eine knappe und eine hohe Pleite


TSV „Erste“ bestritt diesmal Vorspiel für die „Zweite“   +   Wolkenbruch in Leinach   +   (Tor)Gewitter in Sackenbach

Keine  Punkte brachten die beiden TSV Teams am letzten Sonntag von ihren Auswärtsfahrten mit. Während die 1. Mannschaft bereits um 13 Uhr bei der BOL Reserve des FC Leinach antreten musste, gastierte die Reserve beim Aufsteiger in die A – Klasse, TSV Sackenbach, erst um 15 Uhr. Das Kreisklassen Team hätte aus Leinach durchaus Punkte mitbringen können, während der zweite Anzug in der B – Klasse chancenlos war.

Als Fußballreporter, ganz speziell wenn man den GrünWeißen 21er betreibt, wünscht man sich, Woche für Woche von interessanten, abwechslungsreichen und am Ende erfolgreichen Spielen berichten zu können. Dass unsere Jungs mir diesen Gefallen beileibe nicht immer tun, ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass man beinahe wöchentlich das immer gleiche Dilemma aufschreiben muss: die magere Torausbeute. Darum beschreibe Ich in dieser Woche mal das „drumherum“. Das, was nicht jeder mitkriegt. Mindestens ein Augenzwinkern sollte sich der geneigte Leser darum beim Studium dieser Zeilen auch gestatten.

Pünktlich mit dem Anpfiff des Unparteiischen Herbert Ruß, den Coach Bender schon aus seiner BOL Zeit in „Laafisch“ kannte, setzte in Leinach der Regen ein, der sich mit zunehmender Dauer zu einem wahren Wolkenbruch mit optionalem Hagelschauer ausdehnte. Schon machte auf der Wiesthaler Bank der Spruch die Runde, dass TSV Urgestein Peter Bachmann dereinst eine ähnlich bedrohliche Situation in Wiesthal, also tiefdunkler Himmel und Regenluft, mit der Prognose abtat: ‚Das zieht vorbei’. Wobei sich anschließend der anscheinend komplette Himmel über dem TSV Platz entlud. Also harrten wir (Rainer, Peter Kunkel, Vicky und Ich) tapfer im immer stärker werdenden Regen aus, bis wir bis auf die Knochen nass waren. Wir hatten ja die Hoffnung: Das zieht vorbei. „Weicheier“ wie Dominik Englert oder Christian Stolleisen hatten sich, neben einigen Mädels, längst auf die überdachte Auswechselbank verkrümelt. 

Co – Trainer Andy Schanbacher berichtete davon, wie sich einige der TSV Aktiven vor Spielbeginn mit Sonnenmilch eingecremt hatten. Immer wieder rief er den Jungs auf dem Feld nun zu: „Julian (oder wer auch immer), hält die Sonnenmilch noch?“ Oder: „Braucht noch jemand Sonnencreme?“ Tja, wer den Schaden hat...

Vom Spiel gibt es zu berichten, dass Max Ehrlich das Gästeteam in der 21. Minute mit einem flachen Distanzschuss, der dabei von den äußeren Gegebenheiten profitierte, mit 1 : 0 in Führung brachte. Damit wurden auch die Seiten gewechselt.

Das hätte man besser bleiben lassen, denn nach dem Wiederanpfiff hatte der TSV 1921 seinen Faden verloren und baute damit den Gegner auf. Binnen acht Minuten drehten die Hausherren den Spieß um und führten nun ihrerseits mit 2 : 1. Eine unverdiente Führung, aber Wiesthal war nun mal nicht clever genug, schon deutlich früher für eine Vorentscheidung zu sorgen.

Erst nachdem die Gastgeber sogar noch auf 3 : 1 erhöht hatten, gelang Alex Gerlein, diesmal mit neuem Kurzharrschnitt (er hat wohl sein Haarband verlegt und findet es nun nicht mehr) der längst überfällige zweite Treffer für den TSV 1921 (86.). Leider zu spät, denn Schiedsrichter Ruß pfiff auch den zweiten Abschnitt, ebenso wie zuvor die erste Halbzeit, zu früh ab, so dass die Partie letztlich auf gerade mal 88 Minuten Spielzeit kam. Fraglich allerdings, ob dem TSV mit längerer Spieldauer noch ein weiterer Treffer gelungen wäre...

Tore: 0 : 1 Max Ehrlich (21.)   1 : 1 Pfister (48.)   2 : 1 Fuchs (53.)   3 : 1 Ankenbrand (74.)   3 : 2 Alex Gerlein (86.)   Zuschauer: 60   SR: Herbert Ruß (Oberpleichfeld)

Gleich nach dem Schlusspfiff machte Ich mich auf den Weg nach Sackenbach, wo die zweite Mannschaft des TSV 1921 ihr letztes Saisonspiel zu bestreiten hatte. Bis Ich, zusammen mit meiner Chauffeurin Vicky, am Sackenbacher Pfingstgrund angekommen war, hatten die Jungs dort schon knapp eine halbe Stunde gespielt. Als Ich hörte, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits 4 : 0 für die Lohrer Vorstädter stand, war Ich doch ein wenig erschrocken. Damit hatten sie (die Sackenbacher) die 100er Marke der erzielten Treffer bereits geknackt.

Im zweiten Abschnitt sahen die nach und nach aus Leinach zurückgekehrten TSV Spieler der 1. Mannschaft aber auch noch zwei Wiesthaler Tore. Peter Götz nutzte einen indirekten Freistoß (Michael Amend: “Der Schiri lässt jeden Freistoß indirekt ausführen, hat in der 1. Hälfte sogar mal einen direkt geschossenen zurückgepfiffen“) um auf 1 : 5 zu verkürzen (53.). Die Luft war aus dieser Partie allerdings längst raus. Die Hausherren wollten nur noch feiern, dem TSV 1921 hingegen fehlten die Mittel, die Partie noch mal offen zu gestalten. Dennoch steckte die Elf nie auf und kam durch Marcel Jeckel in der 83. Minute noch zum 2 : 7, nachdem der Sackenbacher Mattis drei Minuten vorher die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung gesehen hatte. Es war das letzte Tor des TSV II in seiner Comeback Saison 2010 / 2011.

24 Punkte holte die reformierte Truppe in dieser Spielzeit – Hut ab. Und auf ein Neues in der nächsten Spielzeit.

Tore:   1 : 0 Göbek (3.)   2 : 0 Bühner (5.)   3 : 0, 4 : 0 Göbek (11., 21.)   5 : 0 Zarbano (47., FE)   5 : 1 Peter Götz (53.)   6 : 1 Scherg (55.)   7 : 1 Bühner (58.)   7 : 2 Marcel Jeckel (83.)   Rote Karte: Mattis (Sack., 80., Schiedsrichterbeleidigung)   Zuschauer: 100   SR. Andreas Will (Altfeld)